Unsere NIG-Schülerband

NIG-Band beim Fest des kommunalen Präventionsrates im Mai 2018

Bei herrlichem Sonnenschein feierte der Bad Harzburger Kommunale Präventionsrat (KPR) sein Fest unter dem Motto „Miteinander leben“. Mit diesem Fest wollte der KPR sich in der Stadt bekannt machen und die unterschiedlichen Gruppen, die sich daran beteiligen – von Kindergärten über Schulen, Vereine bis zur Polizei – miteinander vernetzen. Dabei geht es nicht nur darum, Straftaten zu verhüten, sondern auch bei aller Unterschiedlichkeit positiv zu einem gelingenden Miteinander in der Stadt beizutragen.
Neben zahlreichen Ständen, an denen man sich informieren oder spielen konnte, gab es ein buntes Bühnenprogramm. Dazu trug auch „maplandzs“, unsere frisch gegründete NIG-Band unter Leitung von Slatko Recev, bei. Die auf ihren eigenen Auftritt wartenden Kindergartenkinder tanzten vor der Bühne zur Musik der Band und das Publikum bedankte sich mit viel Applaus. So kann man gespannt sein auf weitere Auftritte dieser Band, von der noch viel zu erwarten sein wird.
Eine schöne Begleiterscheinung: Am Rande des Festes trafen ehemalige NIG-Schüler*innen unterschiedlicher Generationen aufeinander und tauschten sich aus. So moderierte Jobst Dreß, heute stellvertretender Bürgermeister, das Bühnenprogramm. Florian Hinz hatte als Mitarbeiter der Stadtjugendpflege eine tragende Rolle bei der Vorbereitung des Festes. Und Susanne Wolters (früher Langmesser), die als Vertreterin des Landespräventionsrates die Eröffnungsrede hielt, sagte, in ihrer Schulzeit am NIG hätte sie wesentliche und prägende Dinge für ihr späteres Leben und ihre Arbeit gelernt – so vor allem über die Freundschaft mit Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kulturen.

Bandplakat NIG-Schülerband

Unsere Kooperation mit dem Staatstheater Braunschweig

Theater muss sein!

Im Rahmen einer Kooperation fahren alle Schülerinnen und Schüler einmal im Jahr in das Staatstheater Braunschweig. Durch Theaterpädagogen werden diese Besuche vorbereitet.

Ziel ist es, dass jede Schülerin und jeder Schüler im Laufe seiner Zeit am NIG alle Sparten des Braunschweiger Theaters kennengelernt hat:
Junges Theater, Sprechtheater, Musiktheater und Tanztheater

Einmal im Jahr findet ein Berufsinformationstag am Theater in Braunschweig statt. Hier haben wir die Möglichkeit hinter die Kulissen des Theaterbetriebes zu schauen: den Malsaal besuchen, in den Kostümfundus schauen, eine Lichtprobe auf der großen Bühne erleben, Tänzer beim Warm-Machen beobachten, einem Sänger in der Korrepetitionsprobe lauschen…

Website:

staatstheater-braunschweig.de (ruft einen externen Link auf!)

Berichte: Theaterbesuche in Kooperation mit dem Staatstheater Braunschweig

„How to kill your mother. Projekt Elektra“ – Die letzte Theaterfahrt des 12. Jahrgangs

Am 04. Dezember 2017, fuhr der Jahrgang 12 zum letzten Mal gemeinsam als Schulveranstaltung ins Theater in Braunschweig. Im „Kleinen Haus“ wurde die Jugendoper „How to kill your Mother. Projekt Elektra“ aufgeführt. Unsere Deutschlehrerinnen Frau Ahrens und Frau Lachmund, sowie auch Frau Heimerl, als Musiklehrerin, begleiteten uns dorthin.

Zuvor fand am 28. November 2017 ein vorbereitender Theaterworkshop, unter der Leitung der Theaterpädagogin Iris Kleinschmidt statt. Auch hier wurden wir abwechselnd von unseren Deutschlehrerinnen begleitet. Frau Heimerl konnte leider nicht anwesend sein. In Gesprächen über bisherige, wie sich herausstellte geringe, Erfahrungen mit Opern oder dem Musiktheater im allgemeinen, versuchte die Theaterpädagogin uns an die Jugendoper heranzuführen. Nach wenigen Minuten betretenden Schweigens, verwarf die Theaterpädagogin diese Idee jedoch wieder. Sie stieg auf praktische Aufgaben um, bei denen wir unserer bisheigen Lieblingsbeschäftigung nachgehen konnten: Schweigen. Man muss gestehen, sich in einem leeren Raum einen Lieblingsort zu suchen, erwies sich als anspruchsvoll. Doch irgendwann war es, nach dem Befinden der Theaterpädagogin, an der Zeit uns zum Reden zu bringen und da wir es bis zu dem Zeitpunkt nicht mit ihr taten, wurden wir zu Selbstgesprächen angewiesen. Nach einiger Zeit lockerte sich die Stimmung jedoch und wir kamen endlich zu der Oper. In kleinen Gruppen sollten wir eine, uns zugewiesene, Szene vorbereiten und vor der Gruppe darstellen. Damit endete unser Workshop auch schon und wir waren gespannt, wie sehr sich unsere Ideen wohl von der tatsächlichen Ausarbeitung unterscheiden würden.

Im Theater angekommen, waren alle zuerst fasziniert von dem gebotenen aufwendig gestaltetem Bühnenbild. Doch auch die Oper war fesselnd. Zwar war es an einigen Stellen etwas schwierig, sich zwischen „Den Text auf der Anzeige mitlesen “ und „Sich auf die Darstellung konzentrieren“ zu entscheiden, doch alles in allem konnten wir dem Geschehen auf der Bühne gut folgen. Besonders schön waren die Blicke, die untereinander ausgetauscht wurden oder das Antippen des Nachbarn, da er/sie „seine“ Szene erkannt hatte. Das Ende des Stückes wurde vom Publikum entschieden und es kam, wie auch bei allen anderen bisherigen Aufführungen*, zum Ende der Elektra.

Auf der Heimfahrt wurde angeregt über das gesehene Stück geplaudert und der wohl am häufigsten ausgesprochene Satz auf der Heimfahrt war: „Jetzt würde ich aber schon gerne wissen wie das andere Ende ausgesehen hätte.“

Alles in allem war es eine gelungene letzte Theaterfahrt. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an Frau Ahrens, Frau Lachmund und Frau Heimerl, dass sie uns diese Fahrt ermöglicht und uns begleitet haben.

Jana Filek

(*laut der Homepage des „Staatstheater Braunschweig“)

Austausch

Unsere Kooperation mit dem Nationalpark Harz

Als erste Partnerschule des Nationalparks Harz versuchen wir diese Verbindung so intensiv es geht zu nutzen. Besonders die Schülerinnen und Schüler der unteren Klassenstufen sollen in der Nationalpark-AG - mit Unterstützung des Nationalparks - für ihre Umwelt sensibilisiert werden.

Thematisch orientiert sich diese AG größtenteils an dem schulinternen Curriculum Biologie und beschäftigt sich unter anderem mit der Rückkehr des Wolfes, der Spurensuche in den direkt angrenzenden Wäldern, sowie auch der Pflege der Nistkästen und Insektenhotels auf unserem Schulgelände.

Nebenbei soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch die Artenkenntnis von Tieren und Pflanzen um das Schulgelände näher gebracht werden. 

Website:

nationalpark-harz.de (ruft einen externen Link auf!)


Berichte zum Nationalpark Harz

Nationalparktag des NIG am 26.06.2018

In diesem Jahr wurde der obligatorische Nationalparktag in enger Zusammenarbeit mit dem Team des Nationalparks organisiert und durchgeführt. Das gesamte NIG, mit Ausnahme der Oberstufe und den Tutoren, war daran beteiligt.
Dabei hatten die Schülerinnen und Schüler 6 Veranstaltungen zur Auswahl, für welche sie sich nach Interesse und in Abhängigkeit ihrer Stufenzugehörigkeit eintragen konnten.
Die Themen der Gruppen sowie die groben Tagesabläufe sind auf der nächsten Seite dargestellt.
Am Ende des Tages war ein gemeinsamer Abschluss (für die Gruppen 1 - 4) am NIG geplant, so dass die Gruppen zwischen 8.15 Uhr und 12.45 Uhr unterwegs waren und zwischen 12.45 Uhr und 13.30 Uhr der Abschluss an der Schule stattfinden konnte. Ein gemeinsames Grillen ersetzte das Mittagessen für die Schülerinnen und Schüler.
Die Gruppen 5 und 6 machten zwischendurch ein Picknick mit Selbstverpflegung am Naturmythenpfad.

! Insgesamt war der Tag für alle ein voller Erfolg !


1. Luchs – hinter die Kulissen geschaut
8.-10. Klasse

— Selbständige Wanderung der Gruppe mit Lehrerinnen/Lehrern zum Luchsgehege
— „Luchs – hinter die Kulissen geschaut“ mit Themen (z.B.): Auswilderung, Forschung, Telemetrie
— Gemeinsame Rückwanderung mit Ranger des Nationalparks nach Bad Harzburg

2. Wasser – mehr als Trink- und Badewasser?
5.-7. Klasse

— Buslinie 820: Berliner Platz - Marienteichbaude
— „Wasser – mehr als Trink- und Badewasser“ mit Themen: Artenbestimmung, Reusen
— Buslinie 820: Marienteichbaude - Radau Wasserfall
— Gemeinsame Wanderung mit Ranger nach Bad Harzburg

3. Sind Borkenkäfer Moorleichen oder liegen da nur die alten Bergleute?
5.-7. Klasse

— Buslinie 820: Berliner Platz - Torfhaus
— „Sind Borkenkäfer Moorleichen oder liegen da nur die alten Bergleute?“ mit Themen: Moor, Borkenkäfer, Oberharzer Wasserwirtschaft
— Buslinie 820: Torfhaus – Berliner Platz

4. Sind Borkenkäfer Moorleichen oder liegen da nur die alten Bergleute?
8.-10. Klasse

— Buslinie 820: Berliner Platz - Torfhaus
—„Sind Borkenkäfer Moorleichen oder liegen da nur die alten Bergleute?“ mit Themen: Moor, Borkenkäfer, Oberharzer Wasserwirtschaft
— Buslinie 820: Torfhaus – Berliner Platz

5. Mit moderner Technik alten Sagen und Geschichten nachgehen
5.-7. Klasse

— Buslinie 820: Berliner Platz – Braunlage, v.Langen Str.
— Shuttle zum Naturmythenpfad im Nationalpark
— „Mit moderner Technik alten Sagen und Geschichten nachgehen“ mit Themen: GPS auf dem Naturmythenpfad
— Picknick am Silberteich
— Shuttle nach Braunlage
— Buslinie 820: Braunlage Trinitatiskirche – Bad Harzburg Berliner Platz

6. Mit moderner Technik alten Sagen und Geschichten nachgehen
8.-10. Klasse

— Buslinie 820: Berliner Platz – Braunlage, Von-Langen-Str.
— Shuttle zum Naturmythenpfad im Nationalpark
— „Mit moderner Technik alten Sagen und Geschichten nachgehen“ mit Themen: GPS auf dem Naturmythenpfad
— Picknick am Silberteich
— Shuttle nach Braunlage
— Buslinie 820: Braunlage Trinitatiskirche – Bad Harzburg Berliner Platz

Projektwoche 2012 des NIG rund um das Thema Nationalpark Harz

Die Schüler des Niedersächsischen Internatsgymnasiums erkunden den Wald im Rahmen einer Projektwoche gemeinsam mit dem Nationalpark Harz. „Wir wurden ein Pilotprojekt“, sagt Schuldirektor Wilfried Eberts stolz.
Das NIG ist die erste Schule, die eine Partnerschaft mit dem Nationalpark Harz eingeht.

Der folgende Link führt zur eigens für die Projektwoche erstellten Website.

Website:

projektwoche 2012 - nationalpark & nig.de

Fahrten und Exkursionen

2018 – Geschichtsexkursion der 10. Klasse zum Konzentrationslager Dora-Mittelbau

Zum Glück haben sie abgesagt! Ja, die Organisation eines Termins stellte sich dieses Jahr als besonders schwierig heraus. Nur dank des Engagements von Frau Kuhl und der Absage einer anderen Klasse, hatten wir - die Klasse 10 (in Begleitung von Frau Dr. Otterstedt und Frau Kuhl) - doch noch die Möglichkeit in diesem Jahr, am 25. Mai ein ehemaliges Konzentrationslager zu besichtigen: Mittelbau-Dora liegt recht abgelegen in der Nähe von Nordhausen, also in Thüringen.

Im neu errichteten Museumsgebäude trafen wir unseren jungen Guide. 5 Stunden lang begleitete er uns durch die Anlage.
Nachdem wir bei einem ersten Wissensabgleich einige der einstigen Gefangenen und ihre Geschichten kennengelernt haben, fiel uns bereits auf, dass vergleichsweise wenige Menschen jüdischen Glaubens in dem seit 1942 existierenden Lager Mittelbau-Dora einsaßen: selbst die Arbeitslager sollten „frei von der minderen Rasse” sein. An ihrer Stelle saßen hier vor allem Widerstandskämpfer und Kriegsgefangene ein.

Danach gingen wir in einen der noch nicht vollständig zerstörten Stollen, die ursprünglich für die Entwicklung und Bau von Waffen genutzt wurden. Nur dort war es möglich vor Luftangriffen geschützt zu arbeiten. Kälte und Dunkelheit umfingen uns als wir die Schwelle übertraten. Es sollte einen Bruchteil der Gefühle, der damals dort sogar lebenden Gefangenen in uns hervorrufen.

Nach einer kurzen Pause ging es in den Vorführungsraum – seltene Originalaufnahmen der US-Amerikanischen Soldaten nach der Befreiung des Konzentrationslagers zeigten die Gräueltaten der Nationalsozialisten: Bilder von abgemagerten Menschen, die sich kaum noch auf den Beinen halten können - die, um die es noch schlimmer bestellt ist, liegen zwischen den tausenden Toten und sind kaum noch als lebend zu erkennen.

Wir besprachen die eindrucksvollen Bildaufnahmen und betraten weitere Teile des Geländes.Heute sind fast keine Gebäude des ehemaligen Konzentrationslager mehr vorhanden, denn nachdem die Alliierten Deutschland zur Kapitulation brachten, versuchten die Ansässigen ihre Toleranz gegenüber dieser menschenrechtsverachtenden Institution zu vertuschen. Unter anderem ging es zum Appellplatz auf dem die Inhaftierten bei jedem Wetter teilweise stundenlang bei völliger Entkräftung stillstehen mussten, der völligen Willkür der SS-Truppen ausgesetzt. Auch die Reste der einstigen Folterkammer und des Bordells wurden uns gezeigt.

Einen besonderen Eindruck hinterließ auf uns das Krematorium. Ein schrecklicher Ort. Hier wurden die Leichen verbrannt. Die Asche wurde einfach den Hügel hinunter gekippt - der Wind trug oftmals Aschepartikel über das ganze Gelände. Deshalb wurde nach der Befreiung dieser gesamte Bereich als Friedhof deklariert.
Schließlich lasen wir die Inschriften zweier Steine, auf denen die Nationalitäten der Opfer der Anlagen aufgelistet waren bevor wir noch einige Zeit hatten, uns die Ausstellung im Zentrum der Gedenkstätte anzusehen. Hier standen die Namen und Geschichten einiger ehemaliger Gefangener und SS-Soldaten; auch konnte man Originalpapiere und Uniformen betrachten.

Schlussendlich trug dieser Besuch maßgeblich zu unserem Verständnis der Verbrechen des Nationalsozialismus und unsere zu tragende Verantwortung bezüglich eines friedlichen und demokratischen Deutschlands bei. Es war sehr eindrucksvoll.

[Nicole & Malte, Klasse 10]

2017 – Seminarfach- und Kulturfahrt nach Berlin

Am 1./2. Dezember machte sich der 12. Jahrgang gemeinsam auf den Weg nach Berlin, um die bundesdeutsche Hauptstadt zu erkunden. Vorbereitet worden waren die Programmpunkte im Seminarfach. Teilweise gab es schon zuvor im Unterricht informative Referate über die Dinge, die uns in Berlin erwarteten, teilweise aber gab es Kurzreferate an Ort und Stelle.

Am frühen Nachmittag gingen die Seminarfachgruppen auf getrennten Wegen durch die Stadt. Während der Rundgang der "Naturwissenschaftler" im Technischen Museum endete, streiften die „Gesellschaftswissenschaftler" bedeutsame Punkte zur Geschichte während der NS-Zeit und der DDR – u.a. Potsdamer Platz, Gedenkstätte deutscher Widerstand, Holocaust-Mahnmal, Brandenburger Tor, Reichstag und Spree-Schleife, um schließlich am Bahnhof Friedrichstraße das Museum im Tränenpalast zu besuchen. Die „Sprachler“ nutzten die Buslinie 100, um die Stadt zu erkunden und sich schließlich die Berliner Geschichte im Museum „The Story of Berlin" zu erschließen.

Der Theater-Besuch am Abend im Berliner Ensemble, das im Kleinen Haus „Die Entführung Europas" darbot, führte zu kontroversen Debatten über Gestaltung und Aussagen des Theaterstücks und war insofern eine bereichernde und anregende Erfahrung.

Am nächsten Morgen teilte sich die Gruppe: Die größere Teilgruppe ließ sich unter dem Motto „Weltstadt Kreuzberg - Von Zuwanderern zu Einheimischen“ durch den Stadtteil, in dem auch unser „Hotel Transit" lag, führen und mit einem aktuellen Thema konfrontieren. Die anderen Teilnehmer gingen im Jüdischen Museum Berlins auf Entdeckungstour, wobei zunächst die besondere Architektur von Daniel Libeskind beeindruckte, die den Versuch darstellt, Themen wie Exil und Vernichtung spürbar werden zu lassen. „Zu wenig Zeit" war da die vorherrschende Meinung. Manche(r) mag sich vielleicht nochmal allein auf den Weg machen.

Den Abschluss der Fahrt bildete ein Besuch der Gedenkstätte Hohenschönhausen. Mithilfe guter Führungen öffnete sich im ehemaligen Stasi-Untersuchungsgefängnis eine Welt, die für viele Jahre der DDR-Zeit gänzlich abgeschlossen von der Außenwelt war und für die betroffenen Inhaftierten traumatisch nachwirkte. So endeten zwei gut gefüllte Tage, die hoffentlich anregen zurückzukehren, um die Erkundungen auf eigene Weise fortzusetzen.

[Markus Weber]

2017 – EXKURSION ZUR GEDENKSTÄTTE IN DER JVA WOLFENBÜTTEL

Geschichtskurs GE25 2017

Für die Geschichtskurse am NIG hat die Fachkonferenz in Klasse 11 den Besuch der Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel vorgesehen. So hat sich auch der Kurs GE25 kurz vor den Osterferien auf den Weg gemacht. Hier einige Eindrücke der Exkursion, festgehalten von Amelie und Julia.

Am 07. April 2017, dem letzten Schultag vor den Osterferien, machte sich der gesellschaftliche Zweig der 11. Klasse in Begleitung von Herrn Weber und Herrn Hankel auf den Weg nach Wolfenbüttel. Das Ziel: Die Gedenkstätte in der Justizvollzugsanstalt. Nach einer circa vierzigminütigen Fahrt trafen wir im Eingangsgebäude des Gefängnisses, welches zu unserem Erstaunen direkt im Zentrum der Stadt gelegen ist und von einer hohen Mauer abgegrenzt wird, ein. Nach unserem Eintreffen in dem geschichtsträchtigen Gefängnisgebäude wurden wir, nachdem ein Teil des Kurses durch die Beamten der Haftanstalt kontrolliert wurde, in einen kleinen Innenhof gebracht.
(Amelie)

Während der ersten Schritte hatte ich ein leicht mulmiges Gefühl im Bauch, denn wie häufig läuft man denn schon mal durch den Innenhof eines Gefängnisses? Doch als wir uns alle umsahen verflog das Gefühl ziemlich schnell, denn der Innenhof sah aus wie ein wirklich hübsch zurechtgemachter und gepflegter Garten. Bunte Blumen blühten überall, ein Basketballkorb stand auf der einen Seite und die Büsche und Bäume waren sogar mit kleinen Ostereiern geschmückt, nur der Stacheldraht, welcher sich oben über die Mauern zog und die eisernen Gitter vor den Fenstern sagten uns, dass wir uns tatsächlich hinter den Mauern eines Gefängnisses befanden.
(Julia)

Dort gab uns der Leiter unserer Führung, Herr Heinemann, einen kleinen Einblick in die Welt des Gefängnisalltags. An einem Modell, welches das Gelände der Justizvollzugsanstalt darstellt, die bereits seit dem Jahr 1790 als Zwangsanstalt, damals für sog. „Züchtlinge“ mit einer geringen Strafe, genutzt wurde, erklärte uns Herr Heinemann die unterschiedlichen Gebäude und ihre Zwecke, sowohl damals als auch heute. Das Gelände besteht aus vielen verschiedenen Gebäuden. Dazu zählen zum einen das Graue und das Rote Haus, in denen früher und auch heute noch Strafgefangene ihre Strafe absitzen. Durch Renovierungsarbeiten stehen im Moment allerdings nicht alle Gebäude zur Verfügung. Zum anderen befindet sich eine Gedenkstätte auf dem Gelände. In dieser früheren Richtstätte, in der heutzutage alte Erinnerungsstücke und Gedenktafeln zu finden sind, wurden im Zeitraum zwischen 1937 und 1945 etwa 700 Menschen als Opfer der NS-Justiz mit der Guillotine oder dem Strang hingerichtet.
Bevor wir uns diese allerdings angucken konnten, sind wir in ein Nebengebäude gegangen, welches einen Seminarraum beinhaltet. Dort hat Herr Heinemann die eigenständige Arbeitsphase mit einem kleinen, aber durchaus informativen Vortrag zum Thema „NS-Justiz und Todesstrafe in Wolfenbüttel“ eingeleitet. Danach hatten wir die Chance, an sogenannten „Smartboard Tables“, selbst aktiv zu werden. Auf den touchfähigen Tischen ist eine Vielzahl von Dokumenten, wie zum Beispiel Lebensläufe, Gerichtsurteile oder Sachtexte zu Personen, die zur NS-Zeit einer Minderheit angehörten und aufgrund von Straftaten zur Todesstrafe verurteilt worden, gespeichert. Die Texte geben Aufschluss über das Schicksal der Opfer einschließlich ihrer Urteile, aber auch über das Wirken der Täter wie Staatsanwälte und Richter. Außerdem wurde die Ausgrenzung von Minderheiten wie Juden, Homosexuellen oder Sinti und Roma thematisiert. Unsere Aufgabe war es dann, die Informationen über bestimmte Personen in Gruppenarbeit zu sammeln und den anderen später dann in einem Kurzvortrag vorzustellen. Dabei haben wir uns mit Personen und ihren Schicksalen beschäftigt, die sinnbildlich für die grausamen Verbrechen der NS-Justiz stehen. Zum Beispiel wurde Erna Wazinski, eine junge 19-jährige Frau aus Braunschweig, 1944 in Wolfenbüttel hingerichtet. Vorgeworfen wurde ihr „Plünderei“ – einige Kleidungsstücke und andere Dinge, die sie an sich genommen hatte, führten zum Todesurteil. Mit einem ähnlichen Fall – eines jungen ukrainischen Zwangsarbeiters – hatten wir uns bereits wenige Wochen zuvor im Unterricht beschäftigt, die weiteren Fälle haben uns allerdings noch einmal deutlich gezeigt, welche Ausmaße diese Prozesse und Todesurteile gehabt haben. Im Kontrast dazu steht die Geschichte eines Henkers, mit dem wir uns ebenfalls beschäftigt haben. Ein Mann mit Frau und Kindern, der es sich zum Beruf gemacht hat, diese Menschen umzubringen.
Am Ende der Exkursion haben wir uns dann noch einmal den Ort der Hinrichtungen, also die Gedenkstätte, angeguckt. Dort hatten wir die Möglichkeit, uns in Ruhe umzuschauen und Eindrücke zu sammeln.
(Amelie)

Die Stimmung in dem Raum war sehr bedrückend. Ich stellte mir vor, wie viele hunderte tote Seelen um uns herumschwirrten, denn an einer Wand waren nach Daten sortiert viele Menschen, deren Leben in diesem Raum ein Ende fand, mit Namen, Geburtsdatum, Wohnort und Hinrichtungstag aufgelistet. Wir alle haben uns diese Tafel wirklich lange angesehen und ich habe sogar einige bekannte Nachnamen und Wohnorte darauf wiedererkannt.
Vor dem Hinrichtungsraum befanden sich zwei Todeszellen, welche beide ungefähr vier Quadratmeter groß waren. In diesen Zellen verbrachten die zum Tode Verurteilten ihre letzten Stunden. In einem der Räume waren sogar ein paar Bilder mit der dazugehörigen Geschichte aufgestellt und bei der einen Geschichte, welche von einem 16 jährigen Jungen handelte, musste ich auch kurz mit den Tränen kämpfen.
(Julia)

Die kleinen Todeszellen, in denen die zum Tod verurteilten Häftlinge auf ihre Hinrichtung gewartet haben, erzählen ihre ganz eigenen Geschichten. Dies war der Ort, an dem sie ihre letzten Minuten verbracht haben. Insgesamt ist die Angst im gesamten Gebäude auch heute noch zu spüren. Wir konnten uns nur schwer in die Situationen hineinversetzten, trotzdem war ein ziemlich bedrückendes und auch mulmiges Gefühl bei jedem von uns spürbar. Die langen Gedenktafeln mit den Namen der Opfer, die chronologisch nach dem Zeitpunkt der Hinrichtung geordnet sind, haben viele von uns besonders zum Nachdenken gebracht. Nicht nur die hohe Anzahl, sondern auch die Herkunftsorte und das Alter der Hingerichteten sind erschreckend.
Die Gedenkstätte ist ein Ort, der an die schrecklichen alten Zeiten und Zustände erinnern, uns gleichzeitig aber auch ermahnen soll, aus der Geschichte zu lernen.
Diese Exkursion hat unser Wissen zusätzlich erweitert und jeden von uns zum Nachdenken angeregt. Der Ausflug war eine informative und lehrreiche Ergänzung zum Geschichtsunterricht und hat uns die Möglichkeit gegeben, die geschichtsträchtigen Orte aus der Vergangenheit zu besuchen. Wir haben einen ganz besonderen Einblick in den Alltag eines Gefängnisses bekommen und haben erfahren, wie sich die Situation im Gefängnis in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herrn Heinemann für den interessanten und anregenden Tag und die neuen Eindrücke.
(Amelie)

2017 – STUDIENFAHRT DES 11. JAHRGANGS IN DIE TOSKANA

Die Sonne Italiens meinte es gut mit uns, als wir mit dem gesamten 11. Jahrgang zur Studienfahrt in Italien weilten – für manche war das auch zuviel des Guten ;-)

Unser Quartier hatten wir in Viareggio, einem klassischen Badeort an der Versiliaküste, bezogen. Das Hotel lag 200 Meter von der Strandpromenade entfernt, gegenüber unserem kleinen Hotel gab es einen großen schattigen Park, der Erholungsmöglichkeiten bot.

Tagsüber standen vielfältige Ausflüge zu kulturellen Höhepunkten der Toskana auf dem Programm: Florenz, Pisa, die Steinbrüche von Carrara, Siena oder auch die Cinque-terre-Küste. Mit Hilfe professioneller Führungen, Erklärungen durch teilnehmende Schüler*innen an Ort und Stelle sowie durch Kurzvorträge im Bus wurden die Sehenswürdigkeiten erschlossen. So konnte die reichhaltige Kultur der Toskana erschlossen und erlebt werden. Und nach den anstrengenden Unternehmungen am Tag konnte man sich dann nach einer stärkenden Mahlzeit im Hotel im Meer austoben oder erfrischenden.

Die Gruppe erhielt viel Lob: vom Hoteldirektor – „beautiful group“, aber auch von der Reiseleiterin in den Steinbrüchen von Carrara – „Ich gratuliere den Lehrern zu dieser guten Gruppe.“ Dem kann ich mich nur anschließen.

[Markus Weber]

2016 – Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora bei Nordhausen

Ein Bericht von Lisa, Donata und Anna

Am 18.10.2016 haben die gesamte Jahrgangsstufe 10 und ein Geschichtskurs des Jahrgangs 12 gemeinsam die KZ-Gedenkstätte Mittelba- Dora besucht. Wir trafen uns um 8:00 Uhr am Kurhausparkplatz, um pünktlich gegen 9:30 Uhr anzukommen.
Dort wurden wir erst einmal in zwei Gruppen geteilt und die Führung konnte beginnen.

Zum Einstieg wurde die Geschichte des zweiten Weltkrieges noch einmal kurz zusammengefasst. Anschließend befassten wir uns genauer mit dem Thema KZ, mit dem Schwerpunkt Mittelbau Dora; wir erfuhren, dass es exemplarisch für die Geschichte der KZ-Zwangsarbeit und der Untertageverlagerung von Rüstungsfertigungen im Zweiten Weltkrieg steht. Mehr als 60 000 Menschen aus fast allen Ländern Europas, vor allem aus der Sowjetunion, Polen und Frankreich, mussten zwischen 1943 und 1945 im KZ Mittelbau-Dora Zwangsarbeit für die deutsche Rüstungsindustrie leisten. Jeder dritte von ihnen starb an den Folgen der schweren Arbeit und der Gewalt.

Anschließend wurde uns anhand eines Modells der Aufbau der Anlage verdeutlicht. Die Häftlinge mussten zwei parallel laufende Stollen (genannt Tunnel A und B) in den Kohnstein treiben. In den Stollen waren Eisenbahnschienen verlegt, um die für die Produktion benötigten Teile mit Zügen in den Berg sowie die fertiggestellten Raketen hinaus zu transportieren. Tunnel A und B waren jeweils etwa 1,8 Kilometer lang und hatten eine Höhe von etwa 30 Metern. Untereinander verbunden wurden sie von insgesamt 46 quer laufenden Tunneln. Die Gesamtlänge aller Tunnel betrug im Mai 1945 etwa 20 Kilometer, die Gesamtfläche lag bei über 250.000 m². Damit zählt der Dora-Mittelbau auch heute noch zu den größten unterirdischen Anlagen der Welt.

Danach begaben wir uns zu einem der interessantesten Orte unserer Exkursion- den Stollen, wo die Rüstungsproduktion betrieben wurden und die Häftlinge untergebracht waren. Als wir durch ihn geführt wurden, erfuhren vieles wir über die Lebensbedienungen der Inhaftierten; sie bekamen maximal eine Tagesration Brot mit ein bisschen Wasser, sie schliefen oft auf Stroh, in siebenstöckigen Betten oder wenn kein Platz da war sogar auf den Boden. Außerdem gab es keine richtigen Toiletten, sodass die ganze Anlage mit Fäkalien verschmutzt war, so verbreiteten sich Krankheiten sehr schnell und ohne medizinische Versorgung führte dieses bei vielen zum Tod. Zudem mussten die Häftlinge 24 Stunden am Tag unter niedrigen Temperaturen ( 8 °C) unter der Erde ohne Tageslicht leben. Hinzu kam, dass sie keine angepasste Kleidung besaßen.
Leider konnten wir nur einen kleinen Anteil der Anlage besichtigen, da fast 90% durch Sprengungen 1972 eingestürzt oder überschwemmt sind.

Nach diesen erschreckenden Eindrücken begaben wir uns zum Mittagessen, das wir zuvor bestellt hatten. Anschließend hatten wir noch ein wenig Zeit, uns im Museum frei umzuschauen und begaben uns daraufhin in ein kleines Kino, wo wir einen Film über die Befreiung der Häftlinge schauten. Das Lager wurde schließlich am 11. April 1945 durch die US-Armee befreit. Allerdings kam für die Mehrheit der Häftlinge die Hilfe zu spät, da sie bereits auf Evakuierungstransporte und sogenannten Todesmärschen waren. Lediglich die Kranken und Sterbenden wurden zurückgelassen. Diese Todesmärsche führten zu Konzentrationslagern, z.B. Bergen-Belsen oder Ravensbrück. 1.016 Häftlinge wurden auf einem Todesmarsch in einer Scheune bei Gardelegen bei lebendigem Leib verbrannt.
Später besichtigten wir noch das Krematorium( Gebäude wo Verstorbene eingeäschert wurden), das heute dem Gedenken an die hier Verstorbenen dient. Auf einem Platz davor befinden sich eine Skulptur und eine Gedenktafel mit den Herkunftsländern der Häftlinge. Zum Schluss besichtigten wir noch eine kleine Kunstaustellung mit abstrakten Gemälden jüdischer Häftlinge. Um ca 14 Uhr endete unser Ausflug und wir fuhren mit unserem Bus zurück nach Bad Harzburg.

Der Ausflug war sehr informativ und zeigte gut, wie es dort vor 70 Jahren ausgesehen haben muss. Es ist erschreckend, unter welchen Bedingungen die dort Inhaftierten leben mussten. Es waren jedoch sehr viele Informationen, die man sich leider nicht alle merken konnte. Obwohl der Ausflug gut organisiert und interessant war, hat es sich zum Schluss in die Länge gezogen.

Trotzdem würden wir erneut an solch einer Exkursion teilnehmen.

2016 – DET FINNS MÅNGA ÄLGAR I SVERIGE* — Unsere Kursfahrt (Jhg. 11) nach Schweden

Raus aus dem Wetterchaos in Deutschland …

Wie so oft, wenn es auf Kursfahrt nach Schweden geht, verließen wir (36 Schüler_innen und drei Lehrkräfte) am 29.05.16 um 9:45 Uhr gut gelaunt das leicht diesige Bad Harzburg inmitten einer Regenpause. Im modernen Bus ging es trotz unglaublich vieler Staus und Unfälle auf den Autobahnen entspannt über die Ausweich(land)straßenfür uns in Richtung Kiel, von wo aus wir die Fähre nach Göteborg nahmen. Die etwas über 14 Stunden Fahrt inklusive Übernachtung in Viererkabinen verlief problemlos: Alle Schüler/innen verhielten sich vorbildlich, und mitunter wurde bis zum Sonnenuntergang auf offener See die Choreographie zum Pong-Dance geübt (musikalisch wenig verlockend, körperkünstlerisch zunehmend besser dargestellt).

… dem Traumwetter in Schweden entgegen.

Kaum verließen wir die Fähre, um uns unmittelbar auf eine Stadtführung entlang vieler wesentlicher Sehenswürdigkeiten Göteborgs zu begeben, da verwöhnte uns schönstes Wetter. Unsere Stadtführerin Eleonor klärte uns über Geschichte und Gegenwart Göteborgs sowie die kleinen Seitenhiebe zwischen den Stockholmern und Göteborgern auf. 

Gruppenfoto in Göteburg

Wenngleich derzeit viel gebaut wird in Schwedens zweitgrößter Stadt, gab es eine Menge zu bestaunen. Das taten die Schüler_innen dann nach Bezug der Jugendherberge entweder in kleinen Gruppen noch einmal auf eigene Faust oder (z.B. durch das bekannte Haga-Viertel) zusammen mit den Lehrkräften.

Die schwedische Luft und Mentalität zeigte rasch auch hier ihre Wirkung: die Schüler_innen schienen entspannt, waren zuverlässig und im Wesentlichen gut organisiert. Wenngleich sich zunächst so manche/r nur zaghaft traute, Englisch mit Einheimischen zu sprechen, hörten wir doch immer wieder Schülerberichte darüber, wie gut die Kommunikation mit den Schweden grundsätzlich gelang.

Am nächsten Morgen ging es dann weiter in den Elchpark in Markaryd. Aus einem Safari-Zug (Marke Bimmelbahn Goslar) fütterten und bestaunten wir Schwedens wohl bekannteste Tierart, aber auch Bisons und Ziegen kamen wir erstaunlich nah — oder sie uns.

im Elchpark

In Åhus

Schließlich bezogen wir für die restliche Zeit die modern und durchaus gut eingerichteten „Tipis“ in Åhus direkt an der Ostsee. Die Hütten waren schnell bezogen, erste Erkundungen rasch unternommen und schließlich wurde gemeinsam gut zu Abend gegessen. In den folgenden Tagen waren sich Herr Kirchner, Herr Wulfes und Herr Hoffmann einig, dass es eine derartig gute (und abends insbesondere sehr leckere) Verköstigung bislang auf keiner anderen Klassenfahrt gegeben hatte.

Ausflüge zum „schwedischen Stonehenge“ (Ales Stenar — die Steine von Ale), nach Ystad (der Wallander-Stadt schlechthin) sowie in das Vattenriket und nach Kristianstad wurden an den Folgetagen unternommen. Wenngleich das Wandern von sechs Kilometern auf dem Linné-Naturpfad („Wer war’n das?“) offensichtlich insbesondere so manchem Naturwissenschaftler („Hier sind ja nur Bäume, Wiesen und ein paar Vögel“ — „Wenn die hier jetzt noch eine shopping mall hingebaut hätten, wären wir da rein gegangen“ — „Herr Hoffmann, ich habe kein Bio, was soll ich hier?“) äußerst anstrengend (und „überflüssig!“) schien, tat die Bewegung an diesem äußerst heißen Tag doch jedem gut (zumindest glauben das nach wie vor die drei Lehrkräfte).

Ales Stenar - die Steine von Ale

 Am Abschlussabend gab es noch ein gemütliches Lagerfeuer, ehe dann die Tipis aufgeräumt und die Koffer gepackt wurden. Auch für die Zeit in Åhus lässt sich konstatieren: entspannte Schüler_innen, vielfältige Möglichkeiten zur individuellen Freizeitgestaltung (Rommé, Krafttraining, Jogging, Mölkky, Extrem-Pong-Dancing am Strand…) und wunderbarstes Wetter machten diese Schwedenfahrt zu einem gelungenen Ereignis.

Da ist es kein Wunder, dass die Rückfahrt nach Deutschland inkl. zweier Fährüberfahrten relativ zügig vonstatten ging, denn es gab stimmungstechnisch keinen Grund zur Beschwerde, dafür aber bestes Wetter, das wir von Schweden über Dänemark dann gleich mit zurück ins von sintflutartigen Regengüssen geschüttelte Bad Harzburg brachten, wo wir — nach wie im Fluge vergangenen abwechslungsreichen Tagen — am 3.6. gegen 20:15 Uhr wohl behalten ankamen.

[Nico Hoffmann]

*(Schwedisch für: Es gibt viele Elche in Schweden.)

2016 – Geschichts- und Religionsexkursion der 7. Klasse nach Walkenried

Über einige Eindrücke der Exkursion berichten verschiedene Schüler_innen der Klasse:

„Am 14. April 2016 war unsere Klasse mit unseren Lehrkräften Frau Schlüter und Herrn Weber auf einer Schulexkursion unterwegs. Wir haben das im Jahr 1129 gegründete Kloster Walkenried, eine ehemalige Zisterzienserabtei, besucht. Dort haben wir an einer Führung teilgenommen; unsere Führerin war Frau Bosse, die sehr viel über das Leben der Mönche, die Geschichte des Klosters und die damaligen Lebensverhältnisse wusste und uns dieses nahe brachte.“ (Jannis)

„Zuerst besichtigten wir einen ehemaligen Brunnen, wo sich die Mönche vor und nach dem Essen die Hände wuschen. Der Brunnen hatte ursprünglich 12 Schüsseln. Frau Bosse erklärte uns, dass die Zahl 12 früher eine bedeutende Zahl war – wegen der 12 Jünger Jesu. Wir gingen weiter und kamen schließlich an einer Art Einzelzelle ohne Gitter vorbei. Dort mussten früher die Mönche rein, wenn sie gegen Regeln verstoßen hatten. Für wie lange genau, kann man allerdings nicht sagen, da es nie jemand aufgeschrieben hatte, denn dazu war das Schreibmaterial zu kostbar. Wir erfuhren auch, dass, wenn ein Mönch krank war (egal, ob er sich ein Bein gebrochen hatte oder ob er erkältet war), er mit anderen kranken Mönchen in einem eigenen, beheizten Trakt im Kloster untergebracht wurde, um schneller gesund zu werden und damit er andere nicht ansteckte.“ (Finnja)

„Frau Bosse erklärte uns, dass viele Menschen (vor allem Frauen) früher ins Kloster gegangen seien, um z.B. einer Zwangsheirat zu entgehen, aber auch weil man dort versorgt wurde; man hatte dort immer etwas zu essen und trinken. Kleider bekam auch jeder Mönch und jede Nonne. Außerdem wurde man im Kloster gut geschult, deswegen schickten auch viele Adlige ihre Kinder ins Kloster. Allerdings gingen auch oft Zweit- oder Drittgeborene freiwillig ins Kloster, da sie früher keinen Erbanspruch hatten. Wir gingen weiter, wir betraten einen langen, flurartigen Raum, der – wie Frau Bosse erklärte – die „Kackgrube“ der Klosterbewohner gewesen war. Sie erklärte uns noch dessen Abwassersystem, das meiner Meinung nach sehr pfiffig für das Zeitalter war.“ (Mia)

„Frau Bosse erklärte uns, dass die Mönche während des oft mehrstündigen Gottesdienstes nicht sitzen durften. Hier kommen besondere Stühle zum Einsatz.. Sie sehen aus wie normale Stühle, nur mit hoch- und runterklappbaren Sitzflächen. Wenn die Sitzfläche nach oben geklappt war, ist etwa auf Unterschenkelhöhe eine kleine Sitzfläche, wo man sich gut anlehnen konnte. Wenn ein Mönch aber nicht mehr stehen konnte, so durfte er die Sitzfläche runterklappen. Allerdings musste er sie festhalten und vorsichtig wieder hochklappen, da es sonst einen großen Knall gegeben hätte. Hiervon kommt übrigens auch das Schimpfwort: ‚Halt die Klappe!’ Nun gingen wir eine Treppe hoch. Sie führte zu den Schlafsälen der Mönche. Die Mönche schliefen bei offenem Fenster, damit sie besser Luft bekamen. Wir gingen weiter in einen etwas wärmeren Raum. Hier standen zwei Puppen, die das Gewand der Mönche trugen.“ (Finnja)

„Wir sahen auch die Kleidung eines Mönchs und Frau Bosse erklärte uns, dass die Mönche keine Unterwäsche trugen, nur wenn sie das Kloster verließen, trugen sie Unterwäsche. Dann erzählte Frau Bosse noch, dass der Alltag der Mönche sehr streng geregelt war und jeder seine Aufgaben hatte. … Als wir drinnen fast fertig waren, traten wir kurz raus, um die Kirchenruine zu betrachten. Frau Bosse erklärte, dass sie alles so hoch bauten, um dem Himmel so nah wie möglich zu sein. Wir gingen wieder hinein, um die Bücherei zu sehen, in der sie früher lasen und lernten. Dort durfte man nicht sprechen, denn dies hätte die anderen Mönche gestört.“

„Mein persönliches Highlight war der mir bis zu diesem Zeitpunkt unbekannte Flüsterbogen. Frau Bosse bat die Klasse, sich im Halbkreis um ein Portal zu versammeln. Zufällig stand ich genau an einem Ende des Rundbogens, der die Tür überspannte. Ich wurde gebeten, mein Ohr dicht an die Hohlkehle des Bogens zu halten. Obwohl Frau Bosse an der anderen Seite des Bogens nur flüsterte, konnte ich sie sehr deutlich hören. Das hat mich sehr überrascht. Der Schall wurde wie durch Zauberei von einem zum anderen Bogenende übertragen. Meine Mitschüler haben von unserem Gespräch nicht das Geringste gehört. Uns wurde erklärt, dass die Mönche damals nicht viel miteinander reden durften und so die Möglichkeit hatten, kurze Informationen unbemerkt auszutauschen. Nach diesem Punkt war die Führung leider schon vorbei und wir traten den Heimweg an. Fazit: Der Tag war sehr informativ und hat uns viele Eindrücke in das Leben der Mönche gegeben. Zudem hatten alle sehr viel Spaß.“ (Jannis)

„Ob sich die Fahrt gelohnt hat? Ja, ich finde schon, weil ich sehr viel über das frühere Leben im Kloster gelernt habe und es mal mit eigenen Augen sehen konnte.“ (Finnja)



Die Bilder zu der Exkursion können hier angeschaut werden.

2016 – Geschichtsexkursion unserer 7. Klasse nach Goslar

Am 25. Februar 2016 machte sich die Klasse 7 auf den Weg nach Goslar. Zwar liegt Goslar um die Ecke, alle Schüler/innen kennen Goslar, doch gibt es in dieser Kleinstadt mit mittelalterlichem Flair immer wieder „Neues aus der Geschichte“ zu entdecken. Zwei Themen aus zwei Fächern konnten bei der Exkursion miteinander verbunden werden: Im Religionsunterricht hatte sich die Klasse mit dem Judentum beschäftigt und im Fach Geschichte sollte das Mittelalter, das wegen einer Umstellung des Kerncurriculums in diesem Schuljahr nur sehr kurz behandelt werden konnte, durch eigene Anschauung bei der Exkursion vertieft werden. Bei dem Gang von der Schule zum Harzburger Bahnhof stieß die Klasse bereits auf einige Spuren der jüdischen Vergangenheit, als Harzburg ein weltoffener Kurort war, in dem sich auch jüdische Gäste gerne aufhielten.

Im Folgenden kommen einige Schüler/innen der Klasse 7 mit ihren Eindrücken vom Ausflug zu Wort:

„Während des Ganges durch Harzburg zweigte uns Herr Weber Häuser, die vor langer Zeit mal Juden gehörten.“ [Marie]

„Als erstes sind wir ein Stück durch Bad Harzburg gegangen und es war sehr interessant, dass normale Wohn- und Geschäftshäuser sehr viel Geschichte haben. Man denkt gar nicht, dass ganz normale Häuser so interessant sind.“ [Julian]

„Meist waren die Häuser von außen sehr interessant, mit Schriftzeichen oder außergewöhnlichen Verzierungen.“ [Felix]

„Weiter unten im Badepark steht ein Metallgerüst auf der Wiese, das aber ein Zeichen ist und auf hebräisch Schalom bedeutet und auf deutsch Frieden heißt.“ [Michel]

„Mit dem Zug fuhren wir nach Goslar, wo wir am Marktplatz unseren Stadtführer trafen. Er heißt Thomas Moritz und ist ein Archäologe, der sich sehr viel mit Goslar beschäftigt. Bei der Führung lernten wir etwas über den sogenannten Dukatenkacker, mehrere bekannte Goslarer Juden, wie zum Beispiel Charley Jacob und die Gründer des Goslarer Theaters (des ältesten Kinos) sowie über einige schlimme Ereignisse aus dieser Zeit.“ [Marie]

„Uns wurden Symbole oder Figuren an Häusern gezeigt und erklärt, was es damit auf sich hat. Mehrere Plätze oder Straßen wurden uns gezeigt und ihre Geschichte hat meist auch was mit den heutigen Straßennamen zu tun.“ [Julian]

„Als wir danach am jüdischen Friedhof angekommen waren, mussten Herr Weber und die Jungs Kopfbedeckungen tragen. Da haben wir auch das Grab von Charley Jacob gesehen. Auf fast jedem Grab liegen keine Blumen, sondern Steine, das war schon etwas anderes.“ [Anna-Lena]

„Als wir dann auf dem jüdischen Friedhof waren, haben wir erzählt bekommen, dass wir schon außerhalb der mittelalterlichen Stadt waren, was manche sehr gewundert hat. Dass wir in einem alten Graben standen, war noch merkwürdiger.“ [Michel]

„Folglich war dieser Tag insgesamt insgesamt sehr interessant und lehrreich.“ [Marie]

„Wir sind zum Schluss noch in die Marktkirche gegangen, haben die mittelalterliche Glasmalerei bewundert und darüber noch eine spannende Geschichte gehört. Danach war die Exkursion zu Ende und wir sind aus der Kirche rausgegangen und haben uns bei dem Stadtführer bedankt – mit großem Applaus natürlich.“ [Michel]

„So schnell kann ein Vormittag vorbeigehen!“ [Felix]

2015 – Bericht über die Englandfahrt der Klasse 7 im Mai

Klasse 7 unterwegs in England

An einem Sonntag im Mai 2015 um 5 Uhr morgens war seltsam viel los in Bad Harzburg. Kein Wunder, denn dort traf sich die 7. Klasse des Niedersächsischen Internatsgymnasiums zusammen mit Herrn Pahlke und Frau Kaldune, um sich auf die lange Reise in Richtung England zu begeben. Nachdem endlich alle Taschen im Bus verstaut waren, ging die Reise los:

Tag 1, 31.05.:
5:30 Uhr Wir fahren durch Deutschland, Holland, Belgien und Frankreich bis an den Hafen von Calais. Draußen gibt’s wenig zu sehen. Belgien scheint lediglich aus grünem Flachland und verlassenen Häusern zu bestehen – wie langweilig. Theoretisch könnte man schlafen. Geht aber nicht, da Busse unbequem sind. Egal, wer braucht schon Schlaf. 16.00 Uhr Wir sind in Calais angekommen und fahren auf die Fähre, die uns nach Dover bringt. Zum Fähre fahren kann man wenig sagen. Man sieht viel Wasser und viel Himmel. Abwechslung bieten ein Deckbesuch oder der Tischnachbar, der immer bleicher wird. 18.00 Uhr In Dover angekommen sitzen wir schon bald wieder im Bus, alles gut. Doch dann der Schock: der irre Busfahrer fährt auf der falschen Straßenseite! Es dauert einen Moment, bis es einleuchtet: England = Linksverkehr. Nachdem uns das wieder eingefallen ist, können wir die Landschaft genießen: riesige Kreidefelsen, grüne Hügel und Unmengen von Schafen. Ja, das ist England! 20.30 Uhr Hunger! Wir haben Hunger. Zum Glück sind wir in Brighton angekommen, wo unsere Gastfamilien schon auf uns warten. Nach dem Abendessen interessiert uns nur noch die Dusche. Nach fünfminütiger Untersuchung der Duschkonstruktion kann auch diese Aufgabe gelöst werden. Keep calm and relax!

Tag 2, 01.06.:
7:30 Uhr Es gibt Frühstück. Cornflakes, Buttertoast und Marmelade – typisch englisch. Nach dem Essen geht’s zu Fuß zum Treffpunkt und mit dem Bus weiter in die Innenstadt von Brighton. Es ist windig und regnerisch, aber der Strand gleich neben dem Brighton-Pier lädt zum Toben ein. Eine Stadtführung klärt uns im Anschluss über wichtige Stationen der Stadtgeschichte auf. 12:00 Uhr Mittagspause! Endlich, denn laufen macht hungrig. Außerdem bekommen wir, in Gruppen aufgeteilt, einen Plan, mit dem wir allein auf die Stadt losgelassen werden. Während der Rallye stoßen wir dabei auf weitere Sehenswürdigkeiten, auch Starbucks zählt dazu. Die Besichtigung des Royal Pavillion bildet am Nachmittag den Abschluss des Brighton-Rundgangs. Hier hat schon Königin Victoria ihre Zeit verbracht. 17:00 Uhr Weiter geht’s zum Beachy Head, einem von zahlreichen Kreidefelsen entlang der südenglischen Küste. Unser Busfahrer hat Mitleid und fährt uns fast bis zur Spitze. Schließlich ist wandern nach einem solchen Tag nahezu unmöglich. Um etwa 20:00 Uhr treffen wir wieder bei unseren Gastfamilien ein. Heute werden wir wohl gut schlafen können.

Tag 3, 02.06.:
7:00 Uhr Es ist viel zu früh, aber wie gewohnt gibt es landestypisches Frühstück. Diesmal mit O-Saft. Der ist gesund. Nach dem ersten Schluck kommen daran aber Zweifel auf: er ist so süß, dass sich Gänsehaut breit macht. Kein Wunder. „Bitte mit Wasser verdünnen“ steht auf der Flasche. Hinterher ist man immer schlauer. Der Tag kann beginnen. 10:30 Uhr Unser Bus ist in London angekommen. Nach einer kleinen Pause im Greenwich Park besichtigen wir heute das Royal Observatory. Hier kann man eine Menge über den Zusammenhang zwischen Zeitmessung und Positionsbestimmung anhand der Sonne und der Sterne erfahren, ja sogar mit jeweils einem Bein in zwei verschiedenen Zeiten stehen – verrückt. 13:00 Uhr Noch ist die Innenstadt mit ihren Hochhäusern, den bekannten Sehenswürdigkeiten und der Tower Bridge etwas entfernt. Eine Fähre bringt uns ihr nun entlang der Themse Stück für Stück näher. Ganz schön langsam sogar. Fast hätten wir die Stadtführung durch die City of Westminster verpasst. Zum Glück ist nochmal alles gut gegangen. All’s well that ends well! Freizeit gibt’s ab 16:30 Uhr. Darauf haben alle gewartet. Jetzt nur nicht verlaufen. Mit Stadtplänen, Notfallnummern und voller Spannung ausgestattet ziehen wir los, die Stadt selbst zu erkunden. Langeweile finden wir nicht. 20:30 Uhr kommen wir wieder bei den Gastfamilien an. Müde sind wir heute auch noch nicht. Viel zu aufregend war’s.

Tag 4, 03.06.:
8:00 Uhr Pünktlich wie jeden Tag rollt der Bus los. Heute steht Hastings auf dem Plan. Schon Wilhelm der Eroberer wollte 1066 hierher. Verständlich, denn auch Hastings ist sehr hübsch und auf jeden Fall einen Besuch wert. Vom alten Castle stehen nur noch Ruinen. Von hier oben hat man aber einen tollen Ausblick und man kann etwas in die Geschichte eintauchen. 14:00 Uhr Wir treffen uns mit einer sehr kleinen, sehr netten Dame. Sie führt uns durch die historische Altstadt, erzählt uns viel über die Menschen und Ereignisse der Stadt, zeigt uns Schmuggler-Verstecke und uralte Pubs. Am Strand finden wir Glückssteine zwischen alten Fischkuttern. 16:00 Uhr Natürlich gibt’s auch heute Freizeit. Zuerst warten McDonalds, Starbucks und Co. Schließlich fällt so gestärkt das Shoppen viel leichter. Da Hastings ziemlich übersichtlich ist, kann man sich schnell orientieren und letztendlich sind 18:00 Uhr alle pünktlich am Treffpunkt und bereit zur Rückfahrt. Naja, fast alle.

Tag 5, 04.06.:
Noch ein Tag in London wartet auf uns. Der letzte, also heißt es Abschied nehmen von den Gastfamilien. Um 11:00 Uhr haben wir einen Termin bei Shakespeare. Da der Verkehr in London aber kein Zuckerschlecken ist, müssen wir uns beeilen. Rechtzeitig treffen wir dann doch noch am Globe Theatre ein und werden urplötzlich zurückversetzt ins frühe 17. Jahrhundert. To be, or not to be, that is the question! 14:00 Uhr Gemütlich schlendern wir weiter zum Tower of London. Schon von außen beeindruckend - allerdings finden das auch etwa 1 Million andere Leute. Nach kurzer ittagspause verteilen wir uns, um den Tower nun von innen aufs Genauste zu untersuchen. Die Sammlung der Kronjuwelen anzusehen gehört natürlich zum Pflichtprogramm. Geschichte pur, wie auch Prinzessin Anne findet, die den alten Mauern ebenso wie wir an diesem Tag einen Besuch abstattet. 17:00 Uhr Es ist warm! Wir verlassen den Tower in Richtung Covent Garden. Dort bekommen wir erneut die Gelegenheit, die Gegend allein unsicher zu machen. Lustig, aber nicht immer einfach bei all den Autofahrern auf der verkehrten Seite. Einige Verkäufer der ouvenir-Shops versuchen außerdem, uns über den Tisch zu ziehen. Gemerkt haben wir’s schnell. So leicht wird uns das nun nicht mehr passieren! 20:00 Uhr Langsam sind wir alle ziemlich geschafft. Noch eine Stunde dauert es, bis unser Busfahrer uns einsammeln wird. Ein wenig genießen wir noch die Stadt, dann geht es los – ab nach Haus! Eigentlich braucht man viel mehr Zeit, um alles genau anzusehen. Doch Zeit ist Geld und Geld haben wir nicht. So fahren wir noch einmal durch die inzwischen hell beleuchteten Straßen und lassen London und England hinter uns. 17 Stunden später Wir sind wieder da! Es war aufregend und schön. Wir haben viel gelernt und bemerkt, dass es bei Engländern manchmal etwas anders zugeht als bei uns. Ganz bestimmt kommen wir wieder!

[S. Kaldune]

Collage Englandfahrt 2015

2015 – Geschichtsexkursion der Klasse 10 in die JVA und Lessing-Bibliothek in Wolfenbüttel

Geschichte mal ganz nah

Sitzt man im Geschichtsunterricht, ist das Geschehen, von dem dort erzählt wird, oftmals sehr fern. Doch am 30. April durften wir, die Klasse 10a, unserer aktuelles Geschichtsthema mal ganz nah erleben. Wir besuchten in Wolfenbüttel die Justizvollzugsanstalt (JVA), um uns die dortige Gedenkstätte anzuschauen. Dabei wurden wir von einem Mitarbeiter der Gedenkstätte in den Teil des Gefängnisses geführt, in der von Oktober 1937 bis März 1945 über 700 Menschen erst mehrere Wochen oder nur Stunden lang auf ihren Tod warteten und letzten Endes in einem anderen Raum als Opfer der NS-Justiz hingerichtet wurden.
Hierbei gingen wir zuerst in die Warteräume für die zum Tode Verurteilten, um uns dort durch die Ausstellung über die letzten Stunden der Gefangenen zu informieren und uns gegebenenfalls Notizen zu machen. Wir erfuhren, dass die Opfer in den Warteräumen die Möglichkeit dazu hatten ein Testament aufzusetzen, einen letzten Brief an ihre Verwandten oder Freunde zu schreiben sowie mit einem Seelsorger zu sprechen. Danach sind wir zum vielleicht schrecklichsten Teil unserer Führung durch die Gedenkstätte gekommen: dem Raum, in dem einmal die Guillotine stand. In diesem fast leerem Zimmer hängen an der Wand große Platten, auf denen die Namen der Opfer standen. Außerdem schien ein Scheinwerferlicht auf genau die Stelle, an der die Guillotine einmal ihren Platz hatte.
Unsere Stimmung war zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich zu beschreiben. Die Gefühle reichten von Fassungslosigkeit, Beklemmung und Trauer aber auch bis hin zu einem gewissen Ekel vor den Taten, die in diesem Raum verübt wurden. Diese Gefühle verstärkten sich noch, als wir von dem Mitarbeiter darauf hingewiesen wurden, dass der große dunkle Fleck, der sich neben dem ehemaligen Platz der Guillotine befand, Blut war, welches sich bei den Hinrichtungen in die Fliesen gefressen hatte. Nachdem wir mit der Besichtigung der Gedenkstätte fertig waren, nahmen wir uns noch ein wenig Zeit um das Erlebte zu besprechen und Fragen zu stellen.
Nach einer Mittagspause widmeten wir uns einer Person, welche einen ziemlich starken Gegensatz zu dem eben Erlebten bildet: Gotthold Ephraim Lessing, einer der wohl bedeutendsten Dichter der deutschen Aufklärung und Vertreter des Toleranzgedankens. Um etwas über sein Leben zu erfahren, machten wir eine kleine Stadtführung durch Wolfenbüttel und besichtigten verschiedene Stationen aus seinem Leben. Als Abschluss der Exkursion besuchten wir noch die Lessing-Bibliothek und ließen uns dort herumführen. Für uns war es ein sehr gelungener Ausflug, von dem wir viele widersprüchliche Eindrücke und Erlebnisse mitnehmen durften.

[Luca-Sophie Mahler & Marie-Luise Hartmann]

2015 – Besuch der 9. Klasse im Braunschweiger Landesmuseum

Am Donnerstag den 22. Januar 2015 besuchten wir zusammen mit Herrn Weber und Frau Blendinger-Kagon die Ausstellung "1914 — schrecklich kriegerische Zeiten" im Braunschweiger Landesmuseum.
Wir starteten morgens um neun Uhr voller Spannung zum Bahnhof. Gut vorbereitet und ausgestattet mit Wissen aus dem Geschichtsunterricht erreichten wir nach ca. einer dreiviertel Stunde Braunschweig. Nach etwas Gedränge und Geschubse im Bus war endlich das Museum in Sicht. Dort wurden wir freundlich von unserem Museumsführer Carsten Grabenhorst erwartet. Die Führung begann mit zwei besonders großen und für die Stadt wichtigen Exponaten, einmal ein Bild, das in den 1920er Jahren ein Fabrikant hat malen lassen. Es zeigt, wie die Erinnerung des Krieges nachgewirkt hat in der Verehrung der Soldaten als Helden.
Das andere Ausstellungsstück ist der eiserne Heinrich. Er ist eine 3,90 m hohe Nagelfigur. Der Entwurf der Figur geht auf den Bildhauer Arnold Kramer (1863%u20131918) zurück und wurde von Wilhelm Lüddeckens und Hans Bethmann ausgeführt. Das Standbild sollte in der Tradition der Roland-Figuren stehen, entsprach aber in Wirklichkeit der während des Weltkrieges vorherrschenden vaterländischen Propaganda; die Verehrung Heinrichs des Löwen in Stadt und Herzogtum Braunschweig sollte zum Zwecke der Kriegsführung des gesamten Landes genutzt werden.
Auf den Spuren des Ersten Weltkrieges wurden wir in nachgebauten Schützengräben vorbei an alten Ausrüstungen, Waffen, Uniformen und vielen weiteren Ausstellungsstücken, die alle gut erklärt wurden, geführt. Zahlreiche Fragen konnten gestellt werden und wurden sehr ausführlich von unserem Museumsführer und auch unseren Lehrern beantwortet. Besonders beeindruckt hat uns das Leben der Soldaten, auf das in der Ausstellung auch intensiv eingegangen wurde.
Interessant war für uns auch, welche Waffen benutzt wurden und was für eine Kriegsmaschinerie hinter dem Ersten Weltkrieg gesteckt hat.
Der Weg führte uns schließlich in einen Raum, wo von Soldaten gefertigte Kunstwerke und Bilder von Grabmälern ausgestellt sind. Da wird einem schon einmal deutlich, welche Folgen der Krieg hatte und was er für die damalige Bevölkerung bedeutet hat. Vor allem öffnet ein so privater Einblick in das Leben der Opfer einem einmal richtig die Augen und sorgt für ein gesundes Maß an Respekt.
Die Führung endete mit einer direkten Überleitung zu den Anfängen des Zweiten Weltkrieges und einer Ausstellung von Kriegsfundstücken.
Insgesamt war der Ausflug sehr spannend und informativ; allerdings ist die Führung wohl eher für Erwachsene ausgelegt gewesen, sodass aufgrund der Informationsfülle auch einiges an Informationen verloren ging, weil es für uns einfach sehr viel zu verarbeiten und zu verstehen gab.
Trotz allem war es ein schöner und lehrreicher Tag.

[Anna-Lena Spieß & Sophie Friedrich]

2015 – Münzen der Antike — eine Exkursion mit dem Geschichtskurs ins Kestner-Museum in Hannover

Harzburg-Hannover. Heute, am 23.1.2015, fuhren wir, der Geschichtsleistungskurs des 11. Jahrgangs am NIG in Bad Harzburg, am Morgen von Bad Harzburg mit der Bahn nach Hannover. Nach etwa eineinhalb Stunden Fahrt, kamen wir in Hannover an und es stand nur noch ein kurzer Fußweg bis zum Museum vor uns, der schnell bewältigt war.
Im Museum angekommen wurden wir bereits erwartet und in einen separaten Raum gebracht, in dem schon alles für das praktische Arbeiten mit römischen Münzen vorbereitet war. Uns wurde die Arbeit mit Münzen näher gebracht und wir konnten uns selber antike Originale anschauen und uns wurde erklärt, wie wir Münzen und Schriften richtig deuten und einordnen können.
Nach dieser kurzen Einweisung konnten wir auch schon selber mit der Arbeit an echten römischen Münzen aus der Zeit der Republik und der Kaiserzeit beginnen, nun standen wiegen, Schriften analysieren und diskutieren auf dem Plan. Hilfreich waren auch vergrößerte Abbildungen der Münzen.
Nachdem über Herkunft, Schriften und Besonderheiten im Plenum eingehend geredet wurde, bekamen wir von der uns begleitenden Archäologin aus Göttingen noch abschließende Informationen über die Herstellungsweise und was man an den abgebildeten Personen über Zeitalter und die politischen Zustände schließen kann.
Zum Abschluss des etwa zweistündigen Workshops, wurden uns im Museumsbereich noch einige weitere Münzen und Exponate aus der Ausstellung zur römischen Republik und des Kaiserreiches erklärt und gezeigt, die wir im Unterricht bisher nur auf Abbildungen im Schulbuch gesehen hatten. Nachdem auch hier alle Fragen beantwortet wurden und alle Exponate ausführlich und anschaulich in den historischen Kontext eingeordnet wurden, war die für den Workshop vorgesehene Zeit auch um.
Durch die Hannoversche Innenstadt gingen wir dann gemeinsam zurück zum Hauptbahnhof, um von dort gemeinsam oder auch alleine unsere Züge ins Wochenende zu erreichen.
So ging ein ereignisreicher und auch praktisch anschaulicher Tag für unseren Geschichtsleistungskurs zu Ende und uns wurde die Chance gegeben, auch praktische Bezüge zu unserem nun abgeschlossenen Thema zu finden. Im Abitur werden wir dem Thema spätestens wieder begegnen.

[Jonas Arkenstedt]

2014 – Geologische Exkursion der Klasse 8 im Harz

Am 20.10.2014 führte Klasse 8 zusammen mit Herrn Herbst und Herrn Witkowski eine geologische Exkursion durch den Harz durch. Geleitet wurde diese von Herrn Dr. Knolle vom Nationalpark, welcher als Geologe so manche Besonderheit des Harzes kannte und zu erklären wusste.

Themen waren beispielsweise die Entstehung des Tales, in welchem Bad Harzburg liegt, und der ansässigen Gesteine Gabbro und Diabas, die in Steinbrüchen in der Nähe abgebaut werden. Auch Beobachtungen in der Landschaft, wie die Wasserstandsmarken am Oderteich oder dessen Braunfärbung, konnte Herr Knolle erklären.

Die Rolle und Auswirkungen des Bergbaus im Harz wurden im Besucherbergwerk „Grube Samson“ in Sankt Andreasberg thematisiert. Weiterhin verdeutlichte Herr Knolle den Erfindungsgeist der Bergleute am Beispiel der sogenannten „Fahrkunst“. Auch die ein oder andere Geschichte, wie die der Bergleute, die aus Aberglauben Bergungskörbe für verletzte oder tote Bergleute sofort nach der Nutzung verbrannten, wurde beigesteuert.

Ein abschließendes Highlight des Tages war sicherlich die Besichtigung des Pumpenhauses in Bad Harzburg, welches die Sole-Therme mit Wasser versorgt. Hier gab es eine Kostprobe des Solewassers, welches jedoch einigen Schülerinnen und Schülern nicht wirklich schmeckte.

Wir bedanken uns beim Nationalpark Harz und bei Herrn Dr. Knolle für die Unterstützung und den interessanten und lehrreichen Tag. 

Klasse 8 auf geologischer Exkursion im Harz

2014 – AUSFLUG DER 5. KLASSE INS RÖMER-MUSEUM HILDESHEIM

Wie sieht eigentlich eine echte Mumie aus? Und riecht man noch die Kräuter der Einbalsamierung?

Diese und viele Fragen mehr brannten der Klasse 5 vor unserem Ausflug in das Römer-Pelizaeus Museum nach Hildesheim auf der Zunge. Das alte Ägypten, eine längst vergangene Zeit, und doch eine unglaublich faszinierende und teilweise auch mystische Kultur, die uns noch heute umgibt. So war auch die Motivation und das Interesse groß, dieser Kultur ein Stück näher zu kommen, endlich einer Mumie in ihre blauschimmernden Glasaugen zu blicken. Zu schauen, ob ein Sarkophag wirklich so riesig ist und vielleicht ein paar altägyptische Gottheiten durch den Raum schweben sehen.

Aufgekratzt und voller Vorfreude warteten wir am Bad Harzburger Bahnhof auf unsere Bahn, plünderten den gesamten Süßigkeitenautomaten um dann mit dem nötigen Blutzuckerspiegel die Wartezeit mit einem Ägypten Quiz zu überbrücken.

Nach einem kleinen Fußmarsch durch die Hildesheimer Innenstadt erwartete uns schon die Ägyptologin des Museums und nahm uns freundlich in Empfang. Ihre Frage, wie ein Besucher eines Museums sich zu verhalten hat, konnten wir spielend beantworten, schließlich sind wir ja Profis und hatten schon zwei Museumsausstellungen in unserem eigenen Klassenzimmer organisiert und Fundstücke selber mitgebracht.

Unsere Tour durch das Museum führte vorbei an Mumien, Sarkophagüberresten und anderen spannenden Funden. Endlich konnten wir mal zeigen, was wir alles schon gelernt hatten – die Ägyptologin war begeistert von unserem Wissen.

Der Workshop, in dem wir dann einen lebensgroßen Sarkophagdeckel selber gestalteten, war wohl das Highlight des Tages. Und uns eine lange Erinnerung, denn nun hängen unsere Kunstwerke in unserem Klassenraum.

[J. Willbrand]

2014 – Tag der Braunschweiger Skijugend

Am 13.2.2014 nahmen 9 Schüler/innen unserer Schule am Tag der Braunschweiger Skijugend teil.
Mit der Ausrüstung in der Hand trafen wir uns um 8.00 Uhr am WvS- Gymnasium, stiegen dort in den Bus und waren nach einer halben Stunde Fahrt in Sonnenberg angekommen. Die Wettkämpfe begannen um 10.00 Uhr, so dass alle Teilnehmer die Möglichkeit hatten, sich in der Loipe einzulaufen.
Joshua Simon belegte im WIII-Jungen über 4 km in der Zeit von 10:46:30 den ersten Platz, die anderen Schüler/innen des NIG kamen mit guten Zeiten ins Ziel und belegten gute Plätze. Für uns alle war es ein erlebnisreicher Vormittag — mit viel Spannung, sportlichem Ehrgeiz und viel Freude am Skilanglauf.
Die Überreichung der Urkunden erfolgte am 4.3.14 durch Herrn Eberts.

Herzlichen Glückwunsch allen Teilnehmern!

P.S. Vielen Dank an Frau Klemm, die diese Fahrt organisiert hat.

Frankreichaustausch

Was hat Port-Louis, was hat die Bretagne, was wir nicht haben?

Eine ganze Menge! Das blaue Meer, die weiten Strände, die Zitadelle mit dem Museum der Ostindischen Kompagnie, die Hinkelsteine, die Kalvarienberge, riesige Hortensienbüsche, die Crepes, die Austern, die fruits de mer … und natürlich unsere correspondants und unsere Freunde. Deshalb zieht es besonders uns: die Schüler der Klassen 8 und 9 mit wechselnder Lehrerbegleitung (aber immer öfter mit Frau Kuhl, Frau Nordwig und Herrn Dr. Stutz).

Aber einen Augenblick! Was haben denn Bad Harzburg und unsere Region? Da sind: der Harz, das Gebirge, die Bergwerkskultur, die Tropfsteinhöhlen, Schloß Wernigerode, VW, die Brockenbahn, der Schnee, die Sommerrutsche, die Hexen, das Schwarzbrot, das Hasseröder ... und natürlich wir! Deshalb kommen Mme Darcel und M. Robino mit wechselnder Schülerbegleitung seit mehreren Jahren immer wieder hierher. Es soll sogar Schüler und Lehrkräfte geben, die ihre Familien während der Ferien in die oben genannten Gegenden verschleppen!

Die Rede ist hier von den Begegnungen des NIG mit unserer Austauschschule, dem College St. Pierre in Port-Louis in der Bretagne, die wir nach langem Suchen auch mit der Unterstützung der Deutsch-Französischen Gesellschaft gefunden haben. Unsere Schulpartnerschaft ist sogar älter als die Städtepartnerschaft zwischen Bad Harzburg und Port-Louis!

Hier sind noch einige grundsätzliche Informationen:
– wir sind durchschnittlich 10/11 Tage unterwegs
– wir besichtigen auf Hin- oder Rücktour die Städte Chartres und Vitre, den Calvaire von Guehenno, Paris mit dem Eiffelturm am Abend
– wir übernachten auf der Rücktour manchmal in Paris und sehen dann auch noch Versailles
– wir fahren aus Kostengründen mit dem Bus, dann sind wir auch vor Ort unabhängiger
– wir leben in den Familien der correspondants und der Lehrerkollegen
– wir lernen den Schulalltag kennen
– wir können mit unserem Bus die Bretagne erkunden und treffen so zufällig auf die Weltelite des Surfens
– wir sind -was die Sprache betrifft- multinational: deutsch, französisch, englisch und Hände und Füße
– wir lernen -manchmal mehr, manchmal weniger-, uns auf fremde Gegebenheiten einzulassen.

Fortsetzung und Reiseberichte folgen.

Postkarte Port-Louis

Reiseberichte

2018 – Frankreichfahrt der 9. Klasse

Am 29.05.18 ist es dann endlich so weit, nach einer Nachtfahrt und einem kurzen Zwischenstopp in Chartres erreichten wir pünktlich um 18 Uhr die Schule unserer Austauschpartner und wurden dort von ihnen und ihren Eltern herzlich in Empfang genommen.

Direkt am folgenden Tag durften wir uns den Unterricht in der französischen Schule anschauen und wurden anschließend auch offiziell vom Bürgermeister der Stadt begrüßt. Wir unternahmen viele Ausflüge in die Umgebung von Port Louis, darunter ein lustiges Strandsegeln gemeinsam mit unseren französischen Austauschpartnern und die Besichtigung der aus Asterix und Obelix bekannten Hinkelsteine in Carnac. Auch das von vielen gefürchtete Wochenende, welches allein in den Familien verbracht wurde, verlief ausgesprochen gut. Durch den engen Kontakt, den wir in der gemeinsamen Woche zu unseren Partnern aufgebaut hatten, fiel vielen der Abschied am folgenden Mittwoch sehr schwer. Doch war anschließend nicht viel Zeit für Trübsal übrig, da es von Port Louis aus mit einer fünfstündigen Fahrt direkt weiter nach Paris ging. Dort angekommen, durften wir zunächst einmal unsere Zimmer in der Jugendherberge beziehen, nach dem Abendessen besichtigten wir dann im Regen Montmartre und die Kathedrale Sacre Coeur. Am folgenden Tag hatten wir mehr Glück mit dem Wetter, sodass wir die schönsten und bekanntesten Monumente von Paris, wie unter anderem den Louvre und Notre Dame im Sonnenschein betrachten durften. Zuvor besuchten wir noch die Orangerie und sahen die dort ausgestellten Seerosenbilder von Claude Monet. Nach rund zwei Stunden Freizeit ging es zum Arc de Triomphe und von dort aus mit einem kleinen Stopp bei Mc Donalds dann zur letzten Station des Tages. Diese war der Eiffelturm, dessen 765 Stufen wir bis zur zweiten Plattform zu Fuß erklimmen mussten. Nach dem auch dies mit einiger Erschöpfung geschafft war, traten wir gegen 21 Uhr die Rückreise an.

Abschließend kann man sagen, dass die Frankreichfahrt eine sehr bereichernde Erfahrung war, die uns allen geholfen hat, etwas vertrauter mit der Sprache zu werden. Auch haben wir in der Bretagne neue Freunde gefunden und tolle Erinnerungen gesammelt.

Ebru, Kl.9

Klasse 9 vor der Abfahrt nach Frankreich Klasse 9 und Austauschpartner beim Strandsegeln

2017 – Frankreichaustausch Klasse 9

Nach einem Jahr Pause wurde in diesem Jahr der Tradition des NIG-Frankreich Austausches wieder Leben eingehaucht: Begleitet von Frau Kuhl und Herrn Dr. Stutz machten wir, die Klasse 9, uns auf den Weg nach Port-Louis in der Bretagne.

Wir fuhren am 27. März, einem Montag, um 21 Uhr vom Kurhaus-Parkplatz los. Nach endlosen neunzehn Stunden im Reisebus und einem kurzen Zwischenstopp in Chartres kamen wir dann am Dienstag gegen Abend endlich am Collège Saint-Pierre - unserer Partnerschule in Port - Louis - an.

Zur Begrüßung gab es einen kleinen Empfang in der Cafeteria und wir lernten unsere Austauschpartner persönlich kennen. Nicht alle erkannten ihre Partner anhand der vorher ausgetauschten Fotos wieder :-), aber die Freude war trotzdem groß, da zuvor über WhatsApp schon reger Kontakt bestanden hatte.

Nach unserer ersten Nacht bei den Familien haben wir uns am Mittwoch wieder auf dem Schulhof getroffen und zwei Schulstunden in kleinen Gruppen im Unterricht hospitiert. Anschließend wurde uns die Ehre eines offiziellen Empfangs beim Bürgermeister zuteil. In den letzten Stunden, die unsere Austauschpartner noch in der Schule verbringen mussten, sind wir durch Port-Louis gestreift und haben zum Beispiel unsere Schwindelfreiheit auf der Stadtmauer getestet.

Um 12:20 Uhr - die Franzosen haben Mittwochs früher Schluss - haben wir uns wieder mit unseren Austauschpartnern getroffen und den Nachmittag meist in den Familien verbracht.

Am Donnerstag fuhren wir, mit einem kleinen Zwischenstopp in Carnac bei den berühmten Hinkelsteinen der Bretagne, zusammen mit den Franzosen zum Strandsegeln in der Nähe von Quiberon. Den letzten Tag vor dem in den Gastfamilien verbrachten Wochenende ließen wir uns - diesmal ohne “unsere” Franzosen - auf deutsch durch die Ville Close von Concarneau führen und haben die Künstlerstadt Pont-Aven besichtigt, das aber dann mit einer Führung auf Französisch!

Die neue Woche startete mit strahlendem Sonnenschein und wir wanderten zusammen mit unseren Austauschpartnern an der Cote Sauvage, der “wilden Küste”, bis nach Quiberon. Um auch der größten Industrie der Region Beachtung zu schenken, haben wir eine Fischkonservenfabrik besucht.

Am letzten Tag in der Bretagne haben wir uns in einem Museum in Lorient (der Base maritime) eine Ausstellung zu den deutschen Unterseebooten angeschaut, die während des 2.Weltkrieges dort stationiert waren. Wieder in Port-Louis haben wir die Zeit am Strand genossen und sind dann mit dem Reisebus zum Supermarkt gefahren und haben Verpflegung für die anstehende Fahrt gekauft (auch ein Erlebnis, denn wann fährt man schonmal mit einem Reisebus einkaufen?!).

Nach einer letzten Nacht in den Gastfamilien sind wir dann am 05. April morgens nach Paris aufgebrochen. Eine größere Menge Tränen beim Abschied blieb durch die Gedanken an das baldige Wiedersehen aber aus.

Nach acht Stunden und einer waghalsigen Fahrt mitten durch Paris sind wir am späten Nachmittag im Hôtel Royal Wagram angekommen.

Abends sind wir im Bistro 21 essen gegangen - es gab ein 3-Gänge-Menü (als Dessert natürlich Mousse au chocolat) - und haben danach einen nächtlichen Spaziergang zum Arc de Triomphe gemacht. Paris bei Nacht ist beeindruckend.

Am nächsten Morgen haben wir nach einigem Zittern tatsächlich einen Parkplatz direkt vor dem Eiffelturm (!) bekommen, sind aber erstmal zum Dôme des Invalides gegangen. Mit der Metro fuhren wir von dort zum Montmartre und natürlich zum Sacré Cœur. Und schließlich haben wir uns noch die “Dame von Paris”, Notre Dame, angesehen bevor wir endlich die wunderbare Weitsicht von der Spitze des Eiffelturms genießen konnten. Natürlich nicht ohne zwei Etagen zu Fuß zu laufen - Ehrensache!

Um 20:30 Uhr ging es dann von Paris ab nach Hause.

Insgesamt war es eine “tolle” Fahrt, super durchorganisiert, weshalb wir viel gesehen und erlebt haben. Und wir hatten sehr viel Spaß - untereinander, mit unseren Austauschschülern, und nicht zuletzt mit unserem Lehrerteam.

Wir freuen uns alle schon auf den Besuch der Franzosen. Dann können wir unseren Gästen die Besonderheiten des Harzes vorstellen.

Der Gegenbesuch der Franzosen findet vom 12. Mai bis zum 18. Mai statt.

Nous nous réjouissons de leur visite!

Klasse 9 vor dem Eiffelturm

2015 – Unser Frankreichaustausch: Bon voyage

Nach knapp vier Jahren Französischunterricht hieß es dann plötzlich Koffer packen und ab in den Bus und wer sein Wörterbuch vergisst, ist selber Schuld. Mit insgesamt 23 Schülern und Schülerinnen, Frau Nordwig, Frau Kuhl und unserer ehemaligen Französischlehrerin Frau Koschorke auf nach Frankreich. Eigentlich war Frau Koschorke schon in Pension gegangen, doch sie ließ es sich nicht nehmen nochmal mitzufahren.

Egal, wie blöd es auch war, morgens um zwei im Dunkeln auf einer Raststätte zu stehen, man war doch froh den Bus mal verlassen zu können. Essen und trinken durften wir zum Glück im Bus, doch das große Problem war der Schlaf. Schlafen in einem Bus ist ja sowieso schon eine Sache für sich, aber wenn man dann noch alle zwei bis drei Stunden aus dem Bus „geworfen“ wird, kann man sich die Laune vorstellen.

Wie wird die Familie sein? Werde ich mit meinem Französisch gut klarkommen? Werden sie mich verstehen? Was werden wir unternehmen? Das sind klassische Fragen, doch die große Preisfrage war: Was machen wir am Freitag, den 8. Mai? Der ist dort nämlich ein Feiertag. Und obwohl unsere Lehrerinnen alles versucht haben, an diesem Tag wurde kein Ausflug unternommen. Das heißt, drei Tage alleine in der Familie.

Die Woche war, genauso durchgeplant wie damals, als die Franzosen bei uns waren. Wir haben viele Ausflüge gemacht, wie zum Beispiel nach Concarneau und die Künstlerstadt Pont Aven. Doch auch mit den Franzosen zusammen, wie an den Strand von Carnac oder zu den Megalithen. Einmal haben wir sogar für kurze Zeit am Unterricht teilgenommen. Was die Familien in der übrigen Zeit unternommen haben, blieb den Familie überlassen. Am Feiertag haben die Meistens vormittags etwas mit der Familie unternommen und abends haben die Familien, vorwiegend die Mütter (denn die Väter mussten meist arbeiten), Treffen organisiert. So waren wir nicht ganz so „alleine“ über den Tag. Am Samstag wurden auch zwei Fêten organisiert. Wir haben zusammen gesessen, gegessen und gelacht.

Dann war schon der letzte Tag in der Familie gekommen. Hier waren wir nochmal den ganzen Tag in den Familien und haben etwas zusammen unternommen. Vielleicht einen Ort besichtigt oder auch kleine Geschenke für zu Hause eingekauft. Manchmal ist man dabei sogar jemanden über den Weg gelaufen. Ja, und dann hieß es auch schon wieder Koffer zusammenpacken und sich auf Paris freuen. Vielleicht hat der Eine noch einmal Fotos gemacht und der Andere noch einmal Zeit mit dem Austauschpartner oder auch mit dessen Geschwistern verbracht. Am Montag hieß es dann Abschied nehmen. Obwohl wir uns alle zusammenreißen wollten, flossen doch hier und da mal ein paar Tränen.

Nach Paris waren es dann neun Stunden Fahrt. Diese wurden auch effektiv genutzt. Entweder zum Schlafen oder auch zum Erzählen und Schwärmen. Doch bevor wir in Paris angekommen waren, haben wir noch einen typisch bretonischen Friedhof, den Friedhof Guéhenno mit Kalvarienberg und Beinhaus, besucht. In Paris angekommen, gab es erstmal einen Temperaturschock. Waren es in Port-Louis noch knapp 20 Grad Celsius und windig, hatten wir in Paris knapp 30 Grad Celsius und Windstille. Die Aufteilung auf die Drei- und Vierbettzimmer unseres Hotel, dem Gare du Nord, wurde vorher festgelegt. Wir waren am Abend noch typisch französisch essen, was unglaublich lecker war. Nach diesem Tag und diesem Abend wollten wir eigentlich nur noch ins Bett. Am nächsten Tag sollte man nur das nötigste mitnehmen. Geld, Handy und Stadtplan. Wer mehr mitnahm, musste gut darauf aufpassen, denn so schön und romantisch Paris auch sein mag, man sollte diese Stadt nicht unterschätzen.
Wir waren danach an sovielen Orten, dass es mir gar nicht möglich ist alles aufzuführen, hier ein paar Beispiele: Dom des Invalides, Sacre Cœur, Notre Dame, etc. Dann hatten wir etwas Zeit für uns. Wir konnten shoppen gehen. Abschließend sind wir zum Eiffelturm gefahren. Wir stiegen gemeinsam bis auf die zweite Etage, eben so hoch wie es zu Fuß ging, denn der Fahrstuhl musste gebucht werden und das am besten fast ein Jahr vorher. Wir hatten es versucht aber wir waren leider zu spät dran. Ich glaube nirgends wurden so viele Fotos gemacht, wie auf dem Eiffelturm oder auch darunter. Auf dem Weg aus Paris sind wir noch an ein paar Sehenswürdigkeiten vorbeigefahren, für die knapp 12 Stunden einfach nicht ausgereicht hätten. Anschließend überreichten wir Frau Koschorke noch ein paar Geschenke, „Andenken“ an diese Fahrt, um einfach danke zu sagen, da wir mit ihr so viel Spaß hatten, auch früher als Klassenlehrerin. Und was bei einem Frankreichaustausch auch nicht fehlen darf, ist das Lied, was wir alle kennen: „Oh Champs Elysées“. Wir alle waren total begeistert von dieser Fahrt und hatten viel Spaß.

Vielen Dank an Frau Kuhl, die die Fahrt und alles was dazu gehört organisiert hat, Frau Nordwig, die so viel Geduld mit uns hatte und Frau Koschorke, die trotz ihrer Pensionierung noch einmal mitgefahren ist. Vielen Dank an alle drei, dass sie uns auf diese Fahrt begleitet haben, uns mit Rat und Tat beiseite standen und uns immer unterstützt haben.

Jana Filek

Klasse 9 in Frankreich 1 Klasse 9 in Frankreich Gruppenbild

Projektwochen am NIG

Projektwoche 2016 – 70 Jahre NIG Bad Harzburg

Die Vergangenheit kennenlernen, sich die Zukunft erdenken, die Schüler über die Entwicklung und Geschichte ihrer Schule informieren – all das fand anlässlich des 70-jährigen Jubiläums im Rahmen der Projektwoche im Jahr 2016 am Niedersächsischen Internatsgymnasium statt.
 
Die Projekte und Ergebnisse dokumentiert die folgende Website.

Website:

projektwoche 2016 - 70 jahre nig.de

Projektwoche 2014 – Schule in Bewegung

Die Projektwoche 2014 fand unter dem Motto „Schule in Bewegung“. Zahlreiche Gruppen nahmen die „Bewegung“ wörtlich: Projekte wie Wandern im Harz, Geocaching, Tänze gemeinsam erlernen, Choreographien für ein geplantes Schulmusical entwickeln und einstudieren oder Rettungsschwimmen boten ein interessantes und „gesundes“ Alternativprogramm zum alltäglichen Unterricht.

Der folgende Link führt zur speziell für die Projektwoche erstellten Website.

Website:

projektwoche 2014 - schule in bewegung.de

Projektwoche 2012 – Nationalpark und NIG

Unsere Projektwoche 2012 widmete sich sehr facettenreich dem Thema Nationalpark Harz und unser NIG.

Hierfür wurde eigens eine Website angelegt.

Website:

projektwoche 2012 - nationalpark & nig.de

Ich gehe gerne ans NIG, ...

Zu Beginn ihrer Schullaufbahn am NIG Bad Harzburg beschreiben und malen die neuen Fünftklässlerinnen und -klässler, warum sie unsere Schule besuchen.

Nachfolgend zeigen wir einige ausgewählte Kunstwerke. 

Das NIG in der Presse

Oft berichtet die Goslarsche Zeitung über Aktivitäten und Neuigkeiten unserer Schule. Einige Artikel stellen wir hier zur Verfügung. 

Wir danken der Goslarschen Zeitung und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Erlaubnis, die Artikel auf unserer Website verwenden zu dürfen.
(Die Sammlung wird nach und nach aktualisiert bzw. erweitert.)

2017

Zeitungsartikel: Bandworkshop auf Torfhaus Zeitungsartikel: Trommelworkshop am NIG

2016

Zeitungsartikel: Zum Schuljubiläum gibt es ein Band-Revival

2014

NIG-Schüler viertbester Jugendfotograf Zeitungsartikel: NIG-Schüler wählt besonderen Praktikumsplatz

2013

Zeitungsartikel: Die Jugend macht Theater

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